Belgrad: Ein Wochenende in der Perle des Balkan
- Tom

- 11. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Wer nach Belgrad reist, erwartet vielleicht graue Betonbauten und eine schwere Geschichte. Doch was man findet, ist eine Stadt voller Energie, die niemals schläft. Belgrad ist nicht „schön“ im klassischen Sinne wie Prag oder Wien – Belgrad hat aber Charakter.

Der Herzschlag der Stadt: Kalemegdan & Knez Mihailova
Mein Trip startete im Herzen der Stadt. Die Fussgängerzone Knez Mihailova ist das pulsierende Zentrum mit prachtvollen Gebäuden, Strassenkünstlern und unzähligen Cafés. Am Ende der Strasse gelangt man direkt zur Festung von Belgrad (Kalemegdan).
Ein Highlight: Der Sonnenuntergang an den Festungsmauern, dort wo die Save in die Donau fliesst. Es ist der Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermassen.
Tipp: Pack dir ein Getränk ein und setz dich einfach auf die alten Mauern.
Skadarlija: Das böhmische Viertel
Wenn du das alte Belgrad spüren willst, musst du nach Skadarlija. Die kopfsteingepflasterte Gasse ist das Künstlerviertel der Stadt. Hier reihen sich traditionelle Restaurants (Kafanas) aneinander.
Atmosphäre: Live-Musik an jeder Ecke, Blumenkästen und der Duft von Grillfleisch.
Essen: Probier unbedingt Ćevapi oder Pljeskavica. Die serbische Küche ist herzhaft und gut.
Ein Hauch von Byzanz: Der Tempel des Heiligen Sava
Egal wo man sich in der Stadt befindet, die monumentale Kuppel des Heiligen Sava ist fast immer sichtbar. Es ist eines der größten orthodoxen Gotteshäuser der Welt. Während das Äussere schon beeindruckend ist, raubt einem das goldene Mosaik im Inneren schlichtweg den Atem.
Belgrad auf einen Blick
Kategorie | Empfehlung |
Vibe | Rau, herzlich, energiegeladen |
Must-Eat | Burek zum Frühstück, Rakija zum Abendessen |
Beste Aussicht | Gardoš-Turm in Zemun |
Fortbewegung | Zu Fuss oder mit den günstigen Taxis (Cargo App!) |
Ich persönlich habe im Hotel Moskwa mitten in Belgrad übernachtet. Das Hotel gehört zu den bekanntesten Hotels und kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken.
Ursprünglich wurde es 1935 erbaut und aus unerklärlichen Gründen 2002 vollständig abgerissen. Erst nach einer zweijährigen Pause wurde es erneut aufgebaut, wobei man bemüht war, den original Stil beizubehalten.
Das Gebäude wurde vom Architekten Alexei Schtschussew errichtet, der unter anderem auch das Lenin-Mausoleum gebaut hatte und als Stadtplaner für den Ausbau Moskaus während der Stalinzeit gilt.
Im Innern des Hotels erkennt man ganz klar die Spuren der Vergangenheit und an den Wänden hängen berühmte Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Kunst und Sport. Vor dem Hotel gibt es eine sehr grosse Terrasse, um den ein oder anderen Kaffee zu geniessen.
Ein Ausflug nach Zemun
Ein krasser Kontrast zum restlichen Belgrad ist der Stadtteil Zemun. Früher gehörte er zum österreichisch-ungarischen Reich, was man der Architektur sofort ansieht. Hier geht es deutlich gemütlicher zu. Ein Spaziergang entlang der Donaupromenade mit den vielen Schwänen ist der perfekte Abschluss für eine Kurzreise.
Fazit
Belgrad ist eine Stadt der Kontraste. Zwischen zerfallenen Fassaden findet man die modernsten Bars und die herzlichsten Menschen. Wer Lust auf ein Reiseziel abseits der ausgetretenen Pfade hat und echtes Leben spüren will, wird Belgrad lieben.
Warst du schon einmal in Serbien oder planst du gerade deinen Trip? Schreib es mir in die Kommentare!



































Kommentare