Gipfelglück im Alpstein: Säntis im Winter
- Tom

- 11. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Jan.
Es gibt Berge, die man einmal sieht und nie wieder vergisst. Der Säntis ist genau so ein Gigant. Mit seinen 2'502 Metern thront er über der Ostschweiz und bietet ein Panorama, das bei gutem Wetter gleich sechs Länder umfasst: die Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien.
Ich habe mich auf den Weg gemacht, um diesen markanten Gipfel zu erkunden. Hier ist mein Erfahrungsbericht für deinen perfekten Tag am Säntis.

Die Anreise: Das Tor zum Alpstein
Mein Abenteuer startete auf der Schwägalp. Schon die Fahrt dorthin durch das sanfte Appenzellerland ist ein Genuss. Die Schwägalp selbst liegt auf rund 1'300 Metern und ist der Ausgangspunkt für die Schwebebahn – oder für die ganz Mutigen, der Startpunkt für den Aufstieg zu Fuss, welchen ich im Winter allerdings nur den erfahrenen Alpinisten empfehle, da er auch nicht ganz ungefährlich zu der Jahreszeit ist.
Tipp: Wenn du mit dem Auto anreist, gibt es auf der Schwägalp grosse, kostenlose Parkplätze. Alternativ bringt dich das Postauto bequem ab Urnäsch oder Nesslau direkt zur Talstation.
Der Aufstieg: In 10 Minuten in eine andere Welt
Da ich den Tag voll auskosten wollte (und ehrlich gesagt die Beine für die Erkundung auf dem Gipfel schonen wollte), habe ich mich für die Säntis-Schwebebahn entschieden.
Die Fahrt ist spektakulär: Man schwebt über schroffe Felswände und sieht mit etwas Glück unter sich Gämsen in den steilen Hängen springen. Je höher man kommt, desto kleiner wird das Hotel Schwägalp, bis man schliesslich in die Wolken eintaucht und oben von purem Sonnenschein begrüsst wird.

Das Erlebnis auf dem Gipfel
Oben angekommen, fühlt man sich wie auf dem Dach der Welt. Der Säntis ist bestens erschlossen, sodass man auch ohne Profi-Ausrüstung die hochalpine Welt erleben kann.
Die Panoramahalle & Aussichtsplattformen
Selbst wenn es windig ist, bieten die verglasten Hallen einen 360-Grad-Blick. Ich empfehle aber unbedingt, nach draussen auf die Terrassen zu gehen. Die Luft ist dort oben so klar, dass man das Gefühl hat, ewig weit sehen zu können.
Die Erlebniswelt "Säntis – der Wetterberg"
Wusstest du, dass auf dem Säntis eine der bedeutendsten Wetterstationen der Welt steht? Die interaktive Ausstellung auf dem Gipfel ist super spannend – besonders die Geschichte über die Eisbildung am Turm und die extremen Windgeschwindigkeiten.
Kulinarik mit Aussicht
Ein Kaffee auf der Sonnenterrasse des Gipfelrestaurants ist Pflicht. Es gibt kaum etwas Entspannenderes, als den Blick über den Bodensee und die Alpenkette schweifen zu lassen, während man einen Appenzeller Biberli geniesst.
Für Wanderbegeisterte: Die "Himmelsleiter"
Wer die sportliche Herausforderung sucht, kann den Säntis natürlich auch erwandern. Der Weg von der Schwägalp über die Tierwis ist legendär, aber anspruchsvoll. Besonders das letzte Stück, die sogenannte Himmelsleiter, erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Es ist ein Erlebnis, das Puls und Herz gleichermassen höher schlagen lässt!
Wie zu Beginn bereits erwähnt, empfehle ich diese Form aber nur im Sommer.
Fazit
Der Säntis ist mehr als nur ein Aussichtspunkt. Er ist ein Stück Schweizer Identität und bietet eine Mischung aus Naturerlebnis und technischem Meisterwerk. Egal ob als gemütlicher Ausflug mit der Bahn oder als schweisstreibende Bergtour – dieser Berg lässt niemanden kalt.
Warst du schon mal auf dem Säntis oder planst du gerade deinen ersten Besuch? Schreib mir deine Fragen oder Erfahrungen in die Kommentare!





















Kommentare